Cells

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EVOLUTIONÄRE SYSTEMATIK UND FILIATION DES LEBENS (METAZOA & PLANTAE)
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1. BEREICH: DIE WURZEL DES LEBENS
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1.0.0 All Life on Earth
1.1.0 Eubacteria
2.0.0 Archaea & Eukaryotes (Die zelluläre Evolution)
    2.1.0 DPANN archaeal group
    2.2.0 Euryarchaeotes
    2.3.0 TACK archaeal group
    2.4.0 Prometheoarchaeum (Asgard)
        * Evolutionärer Schritt: Hieraus entstehen die Eukaryoten (3.0.0) 
          durch primäre Endosymbiose (Aufnahme eines Alphaproteobakteriums, 
          das sich zum Mitochondrium entwickelt).
2. BEREICH: DER WEG ZU DEN TIEREN UND PFLANZEN (EUKARYOTEN-LINIEN)
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3.0.0 Eukaryotes (Basale Linien)
    3.1.0 Excavates, Diaphoretickes, Plants
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        +==> Exkurs: ARCHAEPLASTIDA / PLANTAE (Das Pflanzenreich)
        |    * Evolutionärer Schritt: Primäre Endosymbiose eines photosynthetisch 
        |      aktiven Cyanobakteriums. Das Bakterium wird zum Plastiden (Chloroplast) 
        |      mit doppelter Membran. Alle echten Pflanzen stammen hieraus ab.
        |
        |    3.1.1 Glaucophyta (Glaucophyten-Algen: Basale Algen mit Peptidoglycan-Resten im Plastiden)
        |    3.1.2 Rhodophyta (Rotalgen: Nutzen Phycoerythrin als Pigment; rein marine Vielzelligkeit)
        |    3.1.3 Chloroplastida / Viridiplantae (Grüne Pflanzen & Grünalgen)
        |        * Evolutionärer Schritt: Umstellung auf Chlorophyll a und b sowie Stärke als 
        |          primären Speicherstoff.
        |
        |        3.1.3.1 "Chlorophyta" (Klassische Grünalgen - u.a. Volvox, Ulva)
        |        3.1.3.2 Streptophyta (Charophyten-Algen & Landpflanzen)
        |            - Zygnematophyceae & Charophyceae (Schmuck- und Armleuchteralgen: Die 
        |              direkte evolutionäre Schwestergruppe der Landpflanzen)
        |
        |            - Embryophyta (Die echten Landpflanzen)
        |              * Evolutionärer Schritt: DER LANDGANG DER PFLANZEN. Entwicklung einer 
        |                wachsartigen Cuticula gegen Austrocknung, Spaltöffnungen (Stomata) zum 
        |                Gasaustausch, Schutz der Gameten in sterilen Hüllen (Antheridien/Archegonien) 
        |                und Ausbildung eines vielzelligen Embryos.
        |
        |              o "Bryophyta" s.l. (Moose - Paraphyletische Stammgruppe der Landpflanzen)
        |                * Eigenschaft: Dominanter Gametophyt (die grüne Moospflanze ist haploid). 
        |                  Keine echten Leitbündel, Aufnahme von Wasser über die gesamte Oberfläche.
        |                  - Marchantiophyta (Lebermoose)
        |                  - Bryophyta s.str. (Laubmoose)
        |                  - Anthocerotophyta (Hornmoose)
        |
        |              o Tracheophyta (Gefäßpflanzen / Höhere Pflanzen)
        |                * Evolutionärer Schritt: Dominanzwechsel. Der Sporophyt (diploid) wird dominant. 
        |                  Evolution von echten Leitbündeln (Xylem mit Lignin zur Stabilität/Wassertransport 
        |                  und Phloem für Nährstoffe). Erlaubt echtes Größenwachstum und echte Wurzeln/Blätter.
        |
        |                * Pteridophyta s.l. (Sporenpflanzen / Gefäßkryptogamen)
        |                  Eigenschaft: Vermehrung erfolgt noch ungeschützt über einzellige Sporen. 
        |                  Zur Befruchtung ist zwingend externes Wasser nötig (Geißelpilze/Spermatozoide).
        |                  - Lycopodiophytina (Bärlappgewächse: Älteste Linie mit Mikrophyllen/Nadelblättern)
        |                  - Monilophyta (Echte Farne & Schachtelhalme: Entwickeln Megaphylle/große Wedel)
        |
        |                * Spermatophyta (Samenpflanzen)
        |                  * Evolutionärer Schritt: DER SÄMLINGS-ERFOLG. Vollständige Unabhängigkeit vom 
        |                    flüssigen Wasser bei der Befruchtung durch Evolution des Pollenschlauchs. 
        |                    Der weibliche Gametophyt verbleibt geschützt auf der Mutterpflanze (Samenanlage). 
        |                    Ausbreitungsorgan ist der vielzellige, nährstoffversorgte Same.
        |
        |                  - Gymnospermae (Nacktsamer)
        |                    * Eigenschaft: Die Samenanlagen liegen frei ("nackt") auf den Fruchtblättern 
        |                      (meist in Zapfen organisiert). Windbestäubung dominiert. Keine echten Blütenhüllen.
        |                      + Cycadophytina (Palmfarne)
        |                      + Ginkgophytina (Ginkgopflanzen)
        |                      + Coniferophytina (Nadelhölzer - Kiefer, Fichte, Tanne)
        |
        |                  - Angiospermae / Magnoliophyta (Bedecktsamer / Blütenpflanzen)
        |                    * Evolutionärer Schritt: Evolution der echten Blüte (Anlockung von Bestäubern) 
        |                      und des Fruchtblatts, welches die Samenanlage schützend umschließt ("bedeckt"). 
        |                      Nach der Befruchtung entsteht eine echte Frucht zur Tierausbreitung. 
        |                      Doppelte Befruchtung (Bildung eines triploiden Nährgewebes).
        |                      + Basale Angiospermen (u.a. Seerosen, Magnolien)
        |                      + Monokotyledonen (Einkeimblättrige - Gräser, Orchideen, Palmen)
        |                      + Eudikotyledonen (Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige - Laubbäume, Kräuter)
        |
    3.2.0 Ancyromonads & Malawimonas

4.0.0 Podiata & Amorphea (Die Amöben-Linie)
    4.1.0 CRuMs & True amoebas (Amoebozoa)
5.0.0 Obazoa & Opisthokonta (Pilze & Tier-Vorfahren)
    * Evolutionärer Meilenstein: Übergang zur Opisthokontie (Zellen mit einer 
      einzelnen, nach hinten gerichteten, schiebenden Geißel).
    5.1.0 Breviata & Apusomonads
    5.2.0 Holomycota (Pilze)[cite: 2]
    5.3.0 Holozoa (Ichthyosporea, Filasterea)[cite: 2]
    5.4.0 Choanoflagellates (Schwestergruppe der Tiere)[cite: 2]
        * Evolutionärer Schritt: Entstehung von Kragengeißelstrukturen und 
          spezifischen Adhäsionsproteinen (Cadherine), die eine gezielte 
          Zell-Zell-Kommunikation und damit echte Vielzelligkeit einleiten.
3. BEREICH: METAZOA (ECHTE TIERE)
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    * Evolutionärer Schritt: Echte Vielzelligkeit mit stabiler Differenzierung 
      verschiedener Zelltypen und Ausbildung einer extrazellulären Matrix (ECM).
    6.1.0 Sponges (Porifera)[cite: 2]
        * Eigenschaft: Gewebelose, basale Metazoa. Nutzen Choanocyten-Kammern 
          zur Nahrungsfiltration aus dem einströmenden Wasser.
    6.2.0 Placozoa
    6.3.0 Comb jellies (Ctenophora)
    * Evolutionärer Schritt (zu den Eumetazoa): Entstehung von echtem Gewebe 
      durch Diploblastie (Ekto- und Entoderm), Ausbildung eines epithelialen 
      Verbandes, eines einfachen Nervennetzes und kontraktiler Myocyten.
    6.4.0 Jellyfish, corals and more (Cnidaria)[cite: 2]
        * Eigenschaft: Primär radiärsymmetrische Gewebetiere mit blind endendem 
          Gastralraum (kein durchlaufender Darm mit separatem Anus).

7.0.0 Bilateria & Nephrozoa
    * Evolutionärer Schritt: Triploblastie (Entstehung des dritten Keimblatts, 
      des Mesoderms). Dies erlaubt komplexe innere Organe und echte Muskeln. 
      Zudem Etablierung der Bilateralsymmetrie (Zweiseitigkeit), Cephalisation 
      (Kopfbildung mit neuronalem Zentrum) und echter Ausscheidungsorgane 
      (Nephridien). Die Bilateria spalten sich direkt in Protostomia und 
      Deuterostomia.
      
    7.1.0 Xenacoelomorpha (Basale Bilateria ohne echten Durchgangsdarm)

    7.2.0 Deuterostomes (Neumünder)
        * Evolutionärer Schritt: Der embryonale Urmund (Blastoporus) wird zum 
          Anus; der Mund bricht auf der gegenüberliegenden Seite sekundär neu durch. 
          Das zentrale Nervensystem verlagert sich nach dorsal (Rückenseite).
          
        7.2.1 Ambulacraria (Schwestergruppen-Komplex)
            7.2.1.1 Echinodermata (Stachelhäuter)[cite: 2]
                * Evolutionärer Schritt: Sekundäre Pentamerie (fünfstrahlige 
                  Symmetrie) im adulten Zustand[cite: 2]. Das Nervensystem wird zu 
                  dezentralen Ringen reduziert[cite: 2]. Entstehung eines mesodermalen 
                  Kalk-Endoskeletts (Stereom) und des wassergefüllten 
                  Ambulakralsystems zur Fortbewegung[cite: 2].
                * Evolutionärer Trend innerhalb der Klassen (Vom starren Panzer 
                  zum Muskel-Hydrostaten):
                    - Crinoidea (Seelilien): Basal; massiv verkalkter, modularer Stiel[cite: 2].
                    - Asteroidea (Seesterne): Flexibles Maschenwerk aus Kalkplatten[cite: 2]; 
                      Exkretion über das dem Steinkanal anliegende Axialorgan[cite: 2].
                    - Echinoidea (Seeigel): Kalkplatten zu einem starren Panzer 
                      verschmolzen[cite: 2]; charakteristische, skleritgestützte 
                      Echinopluteus-Larve[cite: 2].
                    - Ophiuroidea (Schlangensterne)[cite: 2]
                    - Holothuroidea (Seewalzen): Extremes Reduktionsstadium[cite: 2]; Kalkplatten 
                      komplett aufgelöst zu mikroskopischen Skleriten (Anker/Rädchen) 
                      in der Haut[cite: 2]. Stabilisierung rein über hydrostatisches Skelett 
                      und dicke Lederhaut[cite: 2]. Entwicklung über weiche, unsklerotisierte 
                      Auricularia-Larve[cite: 2].
            7.2.1.2 Hemichordata (Eichelwürmer)[cite: 2]
                * Verwandtschaft: Direkte Schwestergruppe der Echinodermaten[cite: 2]. 
                  Beweis durch die morphologisch fast identische Tornaria-Larve[cite: 2]. 
                  Besitzen bereits Kiemenspalten im Pharynx[cite: 2].

        7.2.2 Chordata (Chordatiere)
            * Evolutionärer Schritt: Festlegung des Chordaten-Bauplans durch vier 
              Merkmale: Chorda dorsalis (flexibler Achsenstab), dorsales hohles 
              Neuralrohr, Kiemendarm (ursprünglich ein Filterapparat) und 
              postanaler Schwanz.
            * [Basale Chordaten-Note: Cephalochordata (Branchiostoma) zeigen 
              solitäre Lebensweise im Sand. Filtration über Velartentakel am 
              Mundvelum[cite: 2], Ultrafiltration des Blutes über segmentale, dem Coelom 
              aufsitzende Cyrtopodocyten (Solenocyten) direkt an den Kiemenbögen[cite: 2]].
              
            7.2.2.1 Craniota / Vertebrata (Wirbeltiere)[cite: 2]
                * Evolutionärer Schritt: Ausbildung eines knorpeligen oder 
                  knöchernen Schädels (Cranium) zum Schutz des Gehirns, einer 
                  Wirbelsäule und der embryonalen Neuralleiste (bildet u.a. 
                  Skelettelemente des Kopfes)[cite: 2].
                  
                7.2.2.1.1 Chondrichthyes (Knorpelfische - Haie, Rochen)[cite: 2]
                    * Eigenschaft: Basale Kiefermäuler (Gnathostomata). Ihr 
                      Skelett ist sekundär rein knorpelig[cite: 2]; die Haut ist mit 
                      Placoidschuppen (Hautzähnen) besetzt.
                      
                7.2.2.1.2 Osteichthyes (Knochenfische s.l. / Knochentiere)
                    * Evolutionärer Schritt: Vollständige, primäre Verknöcherung 
                      des Innenskeletts durch Echtknochen (Ersatzknochen).
                      
                    7.2.2.1.2.1 Actinopterygii (Strahlenflosser)[cite: 2]
                        * Eigenschaft: Dominante moderne Fischgruppen; Flossen 
                          werden durch strahlenförmige Lepidotrichia gestützt[cite: 2].
                          
                    7.2.2.1.2.2 Sarcopterygii (Fleischflosser)[cite: 2]
                        * Evolutionärer Meilenstein: Paarflossen sind fleischig, 
                          muskelunterstützt und besitzen eine zentrale, 
                          homologe Knochenachse[cite: 2]. Dies sind die direkten 
                          anatomischen Vorläufer der Landwirbeltier-Extremität[cite: 2].
                          
                        7.2.2.1.2.2.1 Tetrapoda (Landwirbeltiere)
                            - Amphibia (Lurche): Basale, amphibische Landwirbeltiere[cite: 2]. 
                              Noch strikt an feuchte Habitate gebunden; legen 
                              anamniotische Eier; zeigen aquatische Larvenphasen 
                              mit Metamorphose[cite: 2].
                              
                            - Amniota: Der vollständige evolutionäre Befreiungsschlag 
                              vom Wasser durch die Entwicklung des amniotischen Eies 
                              (mit Kalkschale und schützenden Eihäuten wie dem Amnion)[cite: 2]. 
                              Spaltung in zwei Hauptlinien:
                              
                                * Linie 1: Sauropsida (Reptilien und Vögel)[cite: 2]
                                    o "Sauropsida" (Klassische Reptilien): 
                                      Paraphyletische Stammgruppe mit ektothermem 
                                      Stoffwechsel und epidermalen Hornschuppen[cite: 2].
                                    o Aves (Vögel): Kladistisch hochspezialisierte, 
                                      endotherme theropode Dinosaurier[cite: 2]. Besitzen 
                                      Federn (modifizierte Schuppen) und 
                                      Vordergliedmaßen, die zu Flügeln umgewandelt sind[cite: 2].
                                      
                                * Linie 2: Synapsida (Säugetierlinie)
                                    o Mammalia (Säugetiere): Endothermie, Ausbildung 
                                      von isolierenden Haaren, Milchdrüsen zur 
                                      Brutpflege und die Evolution von drei Gehörknöchelchen 
                                      (Amboss, Hammer, Steigbügel) aus primären 
                                      Kiefergelenksknochen[cite: 2].
                                    o Hominiden (Menschenaffen & Mensch): Höchste 
                                      Stufe der Cephalisation und Großhirnrinden-Entwicklung 
                                      innerhalb der Primaten[cite: 2]; ausgeprägte Tendenz zur 
                                      Bipedie (aufrechter Gang)[cite: 2].

    7.3.0 Protostomes: Arrow worms (Chaetognatha)

    7.4.0 Protostomes: Spiralia / Lophotrochozoa
        * Evolutionärer Schritt: Festgelegt durch die namensgebende Spiralfurchung 
          während der frühen Embryonalentwicklung.
        7.4.1 Plathelminthes (Plattwürmer)[cite: 2]
            * Eigenschaft: Basale, acelomate Urmünder[cite: 2]. Besitzen keinen 
              Flüssigkeitsraum um die Organe und kein echtes Blutgefäßsystem.
        7.4.2 Annelida (Ringelwürmer)[cite: 2]
            * Evolutionärer Schritt: Entwicklung einer echten, homonomen 
              Segmentierung (Metamerie) und eines flüssigkeitsgefüllten, 
              als Hydroskelett wirkenden Coeloms (sekundäre Leibeshöhle)[cite: 2].
        7.4.3 Mollusca (Weichtiere)[cite: 2]
            * Eigenschaft: Körper ungegliedert, aber strikt dreigeteilt in Fuß, 
              Eingeweidesack und schützenden Mantel[cite: 2]. Schwestergruppe der Anneliden[cite: 2].
            - Gastropoda (Schnecken): Zeigen eine evolutionäre Torsion (Drehung) 
              des Eingeweidesacks, was zu einer asymmetrischen Anatomie führt[cite: 2].
            - Bivalvia (Muscheln): Sekundäre Reduktion des Kopfes[cite: 2]; Ausbildung 
              einer zweiklappigen Kalkschale[cite: 2]; spezialisierte Filtrierer[cite: 2].
            - Cephalopoda (Tintenfische): Höchste Cephalisation, neuronale Komplexität 
              und visuelle Leistungsfähigkeit unter allen Wirbellosen[cite: 2]. Besitzen ein 
              geschlossenes Blutkreislaufsystem für schnelle Prädation[cite: 2].
4. BEREICH: ECDYSOZUA (HÄUTUNGSTIERE)
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8.0.0 Ecdysozoa (Basale Gruppen)[cite: 2]
    * Evolutionärer Schritt: Ausbildung einer dreischichtigen, organischen 
      Cuticula, die als Exoskelett dient[cite: 2]. Da diese nicht mitwächst, erfordert sie 
      eine periodische Häutung (Ecdysis), hormonal gesteuert durch Ecdyson[cite: 2]. 
      Vollständiger Verlust aller lokomotorischen epidermalen Wimpern[cite: 2].
    8.1.0 Penis worms (Priapulida) and more
    8.2.0 Hairworms and Roundworms (Nematoida)
    8.3.0 Panarthropoda (Die Beine-Entwickler)[cite: 2]
        * Evolutionärer Schritt: Segmentierung des Rumpfes gekoppelt mit dem 
          Auftreten paariger, ungegliederter Stummelfüße (Lobopoden)[cite: 2]. Das Coelom 
          reduziert sich zu einem offenen Blutkreislauf (Hämocoel)[cite: 2].
        8.3.1 Tardigrada (Water bears)
        8.3.2 Onychophora (Velvet worms)

9.0.0 Arthropoda (Gliederfüßer)[cite: 2]
    * Evolutionärer Schritt: Arthropodisation[cite: 2]. Die weiche Cuticula wird durch 
      Chitin und Proteine (Sklerotisierung) zu einem harten Exoskelett umgewandelt[cite: 2]. 
      Die Extremitäten werden in echte, monozentrische Gelenke gegliedert[cite: 2]. 
      Übergang von homonomer zu heteronomer Segmentierung (Verschmelzung von 
      Segmenten zu funktionalen Körperabschnitten/Tagmata wie Kopf, Thorax, Abdomen)[cite: 2].
    9.1.0 Chelicerata (Spiders, mites, scorpions)[cite: 2]
        * Evolutionärer Schritt: Gliederung des Körpers in zwei Tagmata (Prosoma 
          und Opisthosoma)[cite: 2]. Vollständiger Verlust der Antennen[cite: 2]. Die erste Extremität 
          wird zu dreigliedrigen Kieferklauen (Cheliceren) umgewandelt[cite: 2].
    9.2.0 Myriapoda (Myriapods)
        * Eigenschaft: Tausendfüßer. Basale Mandibulata mit einem Kopf und einem 
          homonom segmentierten, vielbeinigen Rumpf.
5. BEREICH: PANCRUSTACEA & INSEKTEN
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10.0.0 Pancrustacea ("Krebse" im weiteren Sinne)[cite: 2]
    * Evolutionärer Schritt: Durch molekulare Daten gesicherte Großgruppe, die 
      belegt, dass Land-Sechsfüßer aus marinen Krebsvorfahren hervorgingen[cite: 2]. Alle 
      Mitglieder besitzen Mandibeln und primär zwei Paar Antennen am Kopf[cite: 2].
    10.1.0 Oligostraca, Altcrustacea (Malacostraca, Thecostraca etc.)[cite: 2]
        * Eigenschaft: Die klassischen "Krebse"[cite: 2]. Morphologisch extrem divers[cite: 2]. Im 
          Phylogenetischen Sinne ohne die Insekten paraphyletisch[cite: 2].
    10.2.0 Xenocarida (Remipedes, Cephalocarida)
        * Verwandtschaft: Die direkte, im Grundwasser lebende evolutionäre 
          Schwestergruppe der Hexapoda.

11.0.0 Hexapoda & Insecta (Sechsfüßer)[cite: 2]
    * Evolutionärer Schritt: Fixierung des Körpers auf exakt drei Tagmata: Caput 
      (Kopf), Thorax mit konstant 3 Laufbeinpaaren (daher Sechsfüßer) und ein 
      extremitätenfreies Abdomen[cite: 2]. Anpassung an das dauerhafte Landleben durch 
      Tracheen-Atemsysteme und ektodermale Malpighische Gefäße zur Wassereinsparung[cite: 2].
    11.1.0 Entognatha (Springtails, Proturas, Dipluras)
        * Eigenschaft: Sackkiefler. Basale, primär flügellose Sechsfüßer, deren 
          Mundwerkzeuge tief in einer taschenartigen Kopfstülpung liegen.
    11.2.0 Insecta (True insects / Freikiefler)[cite: 2]
        * Evolutionärer Schritt: Ectognathe (freiliegende, außen ansetzende) 
          Mundwerkzeuge[cite: 2]. Innerhalb dieser Gruppe vollzieht sich der massive 
          evolutionäre Schritt der Flügelbildung (Pterygota), was den Insekten 
          als einzigen Wirbellosen die Eroberung des Luftraums und eine 
          beispiellose ökologische Radiation ermöglichte[cite: 2].
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